Umweltpsychologie

 

Ein Bereich der Psychologie hat sich bereits seit längerem mit umweltrelevanten Fragen beschäftigt: die Umweltpsychologie. Sie ist eine Disziplin, die sich mit dem Denken, Fühlen und Handeln von Individuen in ihrer Umwelt sowie mit der Wechselwirkung zwischen Mensch und Umwelt beschäftigt. Dabei hat sie in den letzten Jahrzehnten vermehrt auch zu klimarelevanten Fragen geforscht, z.B. „Wie motivieren soziale Normen unser umweltschützendes Verhalten?“, „Welche Werte sollten bei Kampagnenarbeit hervorgehoben werden?“ oder „Welche Prozesse verleihen uns während Protesten ein Wirksamkeitserleben?“ In Deutschland existieren momentan in den folgenden Städten Lehrstühle für Umweltpsychologie bzw. umweltpsychologische Sozialpsychologie: Magdeburg, Kassel, Bielefeld, Dortmund, Landau, Darmstadt und Leipzig.

Das „Handbuch zur Förderung nachhaltigen Handelns“ der Initiative Psychologie im Umweltschutz e.V. (IPU e.V. / Hamann, K., Baumann, A., Löschinger, D. (oekom, München, 2016) sowie weitere Bildungsmateralien findest Du hier.

Eigentlich wissen wir es ja alle: Zu viel Auto fahren ist schlecht für die Umwelt, Strom sparen ist gut fürs Klima, Müll trennen spart wertvolle Ressourcen und weniger Fleisch essen ist grundsätzlich auch eine gute Idee. Nur im Alltag sind wir Menschen beim Umweltschutz dann nicht wirklich konsequent. Woran das liegen kann, das ist eine der Fragen, mit denen sich Umweltpsychologen beschäftigen.

Denn im persönlichen Alltag scheitert es häufiger mal an dem Gefühl, vielleicht selbst nichts bewirken zu können, als kleines Individuum nicht die nötigen Schritte gehen zu können. Aber oft lohnt es sich, da den Blick zu weiten und zu sehen, dass es ein Kollektiv gibt und sich auch als Kollektiv zu organisieren und dort wirksam zu fühlen, und auch den Fokus von den negativen Emotionen, die damit verbunden sind, wegzurichten und zu positiven Emotionen zu lenken, zu dem, was auch Spaß macht an der ganzen Sache, also vielleicht doch etwas bewirken zu können.

Diesem kostenlosen Handbuch bietet allgemeinverständliche Ansätze, das Wissen der Umweltschutzpsychologie für einen interdisziplinären Kontext nachvollziehbar zu machen und für die Praxis aufzubereiten. Dabei wurde mit Anregungen zur Formulierung der eigenen Fragen des Lesenden angefangen und bis zu einem abschließenden Praxisleitfaden weitergedacht, der Handlungsmöglichkeiten aufzeigt, ohne zu überfordern.

„Ein absolut empfehlenswertes Handbuch für alle Engagierten und Interessierten und insbesondere für jene, die aus guten Gründen und reflektiert handeln wollen!“

  • Initiative Psychologie im Umweltschutz e.V. (Vernetzung umweltpsychologisch interessierter Studierender mit deutschlandweitem Verteiler und zweimal jährlich stattfindenden Kongressen) www.ipu-ev.de
  • Wandelwerk Umweltpsychologie e.V. (Vorträge und Workshops zum Thema Umweltpsychologie) www.wandel-werk.org
  • Fachgruppe Umweltpsychologie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (http://fachgruppe-umweltpsychologie.de)
  • e-fect – eco-forschung, evaluation, consulting, training (umweltpsychologische Beratung) www.e-fect.de